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    Die Verwendung von Vorlagen in der Glasmalerei des 12. und 13. Jahrhunderts

    Die Verwendung von Vorlagen war ein gängiges Verfahren bei der Bildherstellung ‒ in der Glasmalerei ebenso wie in anderen Kunstgattungen. Daniel Parello hat zu diesem Thema auf einer Tagung in Genf im November 2016 referiert. Sein Vortrag liegt jetzt publiziert vor.

    Freiburg, Münster, Lhs, nXXIII, Schneiderfenster, 1 AB 0-6

    Der Beitrag verfolgt anhand einiger Beispiele aus dem 12. und 13. Jahrhundert die Wanderung von Motiven über die Gattungsgrenzen hinweg und macht auf die kreative Verarbeitung von Mustervorlagen in den Ateliers aufmerksam. Der Austausch von Zeichnungen war vermutlich eine wichtige Voraussetzung für die Überführung von Bildideen in die verschiedenen Bildkünste. Vorlagen spielten aber nicht nur bei der Verbreitung neuer Ideen oder als Impulsgeber für die künstlerischen Entwicklungen eine Rolle, sondern die Ateliers verfügten offenbar auch über einen größeren Vorrat an Bildern, die noch Jahrzehnte später von jüngeren Mitarbeitern herangezogen und verarbeitet wurden. Mit den Möglichkeiten der Neukombination und einer behutsamen Stiltransformation schufen sie Werke, die von der anhaltenden Wertschätzung solcher Bildmotive zeugen.

    Daniel Parello, Transformation, Recombining, Updating: Creative Processing from Pictorial Models in Stained Glass, S. 207‒222

    Erschienen in:

    Denise Borlée / Laurence Terrier Aliferis (Hrsg.), Les modèles dans l’art du Moyen Âge (XIIe‒XVe siècles) / Models in the Art of the Middle Ages (12th‒15th Centuries). Actes du colloque Modèles supposés, modèles repérés : leurs usages dans l’art gothique / Conference Proceedings Supposed Models, Identified Models: Their Uses in Gothic Art. Université de Genève (3‒5 novembre 2016) (Répertoire iconographique de la littérature du Moyen Âge 10), Turnhout 2018

    Bestellungen unter:

     http://www.brepols.net/Pages/ShowProduct.aspx?prod_id=IS-9782503578026-1