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  • Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland Bd. I, 1

    Die mittelalterlichen Glasmalereien in Schwaben von 1200-1350

    von Hans WENTZEL

    Berlin 1958 (Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft)
    520 S. mit 58 Fig., 646 Abb. und 12 Farbtafeln
    Format 23 x 30,5. Leinen

    Der erste Band des CVMA Deutschland behandelt 600 Scheiben an 27 Standorten. Im Zentrum stehen die allein rund 300 Scheiben umfassenden Farbverglasungen der drei Esslinger Kirchen - Stadtkirche St. Dionys, Franziskanerkirche und Frauenkirche - aus dem späten 13. und frühen 14. Jahrhundert. Sie waren von Hans Wentzel schon für ein 1944 während der Produktion in Berlin verbranntes Werk über die "Schwäbische Glasmalerei der Hochgotik" bearbeitet worden. Ergänzt um weitere bedeutende Werke dieser Zeit aus drei Wimpfener Kirchen sowie aus der Kirche des Zisterzienserklosters Bebenhausen und der Kirche des Dominikanerinnenklosters zu Stetten am Hohenzollern erschließen sie einen zuvor fast unbekannten, vorzüglich erhaltenen Scheibenbestand von ungewöhnlichem thematischen und formalen Reichtum, der vielfältige Aufschlüsse über seine stilistischen und werkstattmäßigen Zusammenhänge erlaubt.

    Mit seiner ebenso systematischen wie methodisch komplexen Bearbeitung dieser in Württemberg und Hohenzollern erhaltenen hochgotischen Scheibenbestände lieferte Hans Wentzel 1958 einen wesentlichen Beitrag zur Formung des internationalen Corpuswerkes, dessen erste Fassung der Richtlinien im gleichen Jahr verabschiedet wurde. Obwohl sein Band noch keine seither verbindlichen Erhaltungsschemata zu jeder einzelnen Scheibe enthält und sich nicht alle seiner Datierungen, Wertungen und Zuordnungen als richtig erwiesen haben, bietet das umfangreiche, systematisch geordnete Bildmaterial noch immer den denkbar besten Überblick über die Glasmalerei dieser Zeit und Region.

    Standortliste
    • Ehemals Alpirsbach, Benediktinerkloster
    • Altshausen, Schloss
    • Bebenhausen, Ehemals Zisterzienserklosterkirche
    • Brackenheim, Pfarrkirche St. Johannes
    • Dotternhausen, Pfarrhaus St. Martin
    • Esslingen, Stadtkirche St. Dionys
    • Esslingen, Ehemals Franziskanerkirche
    • Esslingen, Frauenkirche
    • Gundelsheim, Georgskapelle
    • Heiligkreuztal, Ehemals Zisterzienserinnenkloster
    • Ihlingen b. Horb, Pfarrkirche St. Jakob
    • Kirchheim im Ries, Ehemals Zisterzienserinnenkloster
    • Ehemals Lauffen am Neckar, Dominikanerinnenkirche
    • Ostdorf, Pfarrkirche St. Medardus
    • Schöntal, Ehemals Zisterzienserklosterkirche
    • Sigmaringen, Schloss
    • Ehemals Stetten, Dominikanerinnenkirche
    • Stuttgart, Landesmuseum
    • Urach, Pfarrkirche St. Amandus
    • Weinsberg, Kernerhaus
    • Ehemals Wildberg im Nagoldtal, Dominikanerinnenkirche Reuthin
    • Wimpfen am Berg, Stadtpfarrkirche
    • Ehemals Wimpfen am Berg, Dominikanerkirche
    • Ehemals Wimpfen im Tal, Ritterstiftskirche St. Peter
    Rezensionen

    Ellen J. BEER, in: Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte 19, 1959, S. 128-130.
    Eva FRODL-KRAFT, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 13, 1959, S. 135-137.
    Werner FLEISCHHAUER, in: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 19, 1960, S. 204-208.
    Paul PIEPER, in: Kunstchronik 13, 1960, S. 188-190, 194-196. Jean LAFOND, in: Archaeological Journal 116, 1961, S. 271-274.
    Erich EICHHORN, in: Esslinger Studien 10, 1964, S. 306-311.
    Otto BORST, in: Esslinger Studien 10, 1964, S. 330-333.
    Elisabeth SCHÜRER-VON WITZLEBEN, in: Glastechnische Berichte 37, 1964, S. 28f.